Detail - Zukunftsblick

Interesse an der Bibel führte zum Glauben an Gott

04. Dezember 2018

Über das Lesen biblischer Texte fand Kate Faber zum Glauben. Am Montag wurde sie in der Propsteikirche in Dortmund gefirmt.

32 Erwachsenen spendete Weihbischof Matthias König am Montag in der Propsteikirche in Dortmund das Sakrament der Firmung.

Kate Faber aus Dortmund zählte zu den 32 Erwachsenen, die am Montag von Weihbischof Matthias König in der Propsteikirche in Dortmund gefirmt wurden.

32 jüngeren und älteren Erwachsenen aus dem gesamten Erzbistum Paderborn spendete Weihbischof Matthias König am Montag in der Propsteikirche in Dortmund das Sakrament der Firmung. Gemeinsam mit ihren Familien und Freunden feierten die Gefirmten, dass sie nun ganz in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen sind.

Es gibt verschiedene Lebenswege, die dazu führen, dass sich Menschen im Erwachsenenalter und nicht schon als Jugendliche firmen lassen. Zu den Neugefirmten zählen häufig auch Neugetaufte wie Kate Faber aus Dortmund. Die 26-jährige Lehramtsstudentin wurde im September getauft. Die Firmung am Montag war für sie ein weiterer besonderer Moment der Aufnahme in die Gemeinschaft der Christen. „Mit der Firmung wird bekräftigt, was mit der Taufe begonnen hat“, erklärte Weihbischof Matthias König.

Gemeinsam mit den anderen Firmkandidaten stand Kate Faber am Montag in der Runde im großen Chorraum der Propsteikirche. „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“, sprach Weihbischof König zu jedem und jeder einzelnen, während er ihnen mit Chrisam-Öl ein Kreuz auf die Stirn zeichnete.

Vor etwa einem Jahr war in Kate Faber der Entschluss gereift, sich katholisch taufen zu lassen. Weder in ihrem Freundeskreis noch im Elternhaus hatte Religion bis dahin eine Rolle gespielt. Ihr Weg zum Glauben begann zunächst mit einem eher wissenschaftlichen Interesse an den Schriften der Weltreligionen. „Ich habe die Bibel gelesen, aber auch den Koran und buddhistische Schriften“, erzählt sie. Beim Lesen der biblischen Texte wandelte sich ihre Neugier zu einer Suche. Eine Stelle aus dem Matthäus-Evangelium treffe gut auf sie zu: „Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht; der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.“ (Matthäus 7,8)

Sie besuchte Gottesdienste und begann in ihrer Wohnortgemeinde bei Pfarrer Michael Vogt mit der Vorbereitung auf die Taufe und später auf die Firmung. Eltern und Freunde reagierten verhalten und teilweise mit Unverständnis. „Zur Taufe ging ich allein, aber meine Freunde und Familie haben hinterher eine kleine Feier organisiert“, berichtet sie. So gebe es zwar Vorbehalte, aber ihre Entscheidung werde respektiert. Eine feste Gemeinde hat die Pendlerin zwischen Wohn-, Studien- und Praktikumsort noch nicht gefunden: „Ich wurde aber in allen Gottesdiensten, die ich besuchte, freundlich aufgenommen.“

Äußerlich habe sich ihr Leben nach der Entscheidung, sich taufen und firmen zu lassen, nur wenig verändert. „Neu ist meine Sicht auf die Welt und das Gefühl, mit Gott nicht alleine zu sein“, sagt sie. Auch trenne sie mehr das Wichtige vom Unwichtigen.

Am Tag der Firmung, dem Gedenktag des heiligen Franz Xaver, dem Patron der Missionare, ging Weihbischof König auf den Wandel des Missionsverständnisses in der Kirche ein. Heute gehe es darum, den Menschen das Evangelium anzubieten. Die Neugefirmten forderte Weihbischof König auf: „Gehen Sie Ihrer Mission nach und werden Sie für andere zu Orientierungszeichen aus der Kraft und mit dem Geist Gottes.“

Für die musikalische Gestaltung des festlichen Gottesdienstes in der Propsteikirche sorgten die Firm-Band aus Finnentrop und der Kirchenchor Bergkamen sowie Solisten an Orgel und Violine.

Hintergrund:

Zweimal im Jahr lädt das Erzbistum Paderborn erwachsene katholische Christen, die sich firmen lassen möchten, zu einer eigenen Firmfeier für Erwachsene ein. Im Frühjahr findet die Firmung kurz nach Pfingsten in Paderborn im Hohen Dom statt, im Winter am Beginn der Adventszeit in Dortmund.

In der Firmung wird das, was in der Taufe eines Menschen grundgelegt wurde, vollendet und bekräftigt. Die Firmung gehört neben Taufe und Eucharistie zu den Eingliederungssakramenten. Durch die Firmung wird der Einzelne gestärkt und beauftragt zu einem bewussten Leben als Christ in der Nachfolge Jesu. Spender des Firmsakramentes ist in der Regel der Erzbischof oder einer seiner Weihbischöfe. Die Spendung des Sakramentes erfolgt durch Handauflegung und Salbung der Stirn des Firmkandidaten mit Chrisam. Dabei spricht der Bischof den Firmling mit seinem Taufnamen an und sagt: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“. Der Firmling wird durch einen Firmpaten begleitet. Das Mindestalter für den Empfang des Firmsakramentes liegt in Deutschland bei zwölf Jahren. Während der Vorbereitung auf den Empfang des Firmsakramentes, die sich oft über mehrere Monate erstreckt, helfen Firmbegleiter den Firmbewerbern, ihren Glauben zu vertiefen und die Bedeutung des Firmsakramentes kennen zu lernen.


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