Detail - Zukunftsblick

Neue Ideen für eine gute Zukunft

26. September 2018

Postkartenserie zur Gründerwerkstatt

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Am 8. Dezember 2018 lädt das Erzbistum Paderborn zu einer Gründerwerkstatt in die Rohrmeisterei Schwerte ein. Sie ist ein reativer Raum für alle, die eine Idee haben, wie Kirche und Gesellschaft ein Stück weit besser werden können.

Ein kreativer Raum für alle, die eine Idee haben, wie Kirche und Gesellschaft ein Stück weit besser werden können - das ist die Gründerwerkstatt, zu der das Erzbistum Paderborn am 8. Dezember 2018 in die Rohrmeisterei Schwerte einlädt. Einen Tag lang, von 9:30 bis 18 Uhr, haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, ihre Idee zu präsentieren und sie mit anderen engagierten Menschen weiterzuentwickeln. Anmeldungen sind ab sofort über www.zukunftsbild-paderborn.de/gruenderwerkstatt möglich. Dort besteht auch die Gelegenheit, Ideen vorab einzureichen. Wir haben mit Dr. Annegret Meyer und Ludger Drebber aus der Hauptabteilung Pastorale Dienste im Erzbischöflichen Generalvikariat über die Ziele der Gründerwerkstatt gesprochen.

Frau Dr. Meyer, das Erzbistum Paderborn lädt zu einer Gründerwerkstatt ein. Das ist ein Begriff, den man aus der Wirtschaft kennt. Lädt die Kirche ihre Mitglieder jetzt dazu ein, Unternehmerinnen und Unternehmer zu werden?

Dr. Annegret Meyer: Wir suchen tatsächlich Menschen, die ein Unternehmen angehen wollen, verstehen "Unternehmen" aber nicht streng wirtschaftlich. Es geht um Projekte für das Quartier, das Dorf oder die Stadt, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer leben. Entscheidend ist, dass diese Projekte das Potential haben, das Leben der Menschen dort buchstäblich besser zu machen. Mit der Gründerwerkstatt wollen wir den Ideen, die die Teilnehmer mitbringen, gute Startbedingungen geben und so dazu beitragen, dass sie verwirklicht werden können. Die Veranstaltung ist auch für uns ein Experiment. Wir vom Erzbistum Paderborn sind an diesem Tag selbst Lernende.

Herr Drebber, Sie sprechen von Ideen für das Quartier, das Dorf, die Stadt. Müsste Kirche nicht als erstes die Pfarrei im Blick haben, den katholischen Verband, die kirchlichen Einrichtungen?

Ludger Drebber: Ideen für die Kirche vor Ort oder für kirchliche Einrichtungen sind uns natürlich willkommen. Das Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn hat aber sehr deutlich gemacht, dass Kirche nicht um sich selbst kreisen darf, sondern dass der Sozialraum, dessen Teil sie ist, Ausgangspunkt für ihr Handeln sein muss. Es geht also tatsächlich um Ideen, die sich positiv auf den Alltag der vor Ort lebenden Menschen auswirken. Theologisch ausgedrückt: Kirche geht es um das Heil aller Menschen, um deren Freude und Hoffnung, aber auch um deren Sorgen und Ängste. Es können bei der Gründerwerkstatt also sowohl Ideen dabei sein, denen man die kirchliche Herkunft sofort anmerkt: Ideen, die sich existenziellen Glaubens- und Sinnfragen der Menschen annehmen oder sich um Glaubensweitergabe und -vertiefung drehen. Wie können solche Ideen kreativ und neu gestaltet werden, ausgehend von den Bedürfnissen und Lebenssituationen der Menschen? Es sollen aber auch Ideen dabei sein, die man bei einer Veranstaltung des Erzbistums Paderborn vielleicht nicht unbedingt erwarten würde.

Können Sie das noch konkreter machen?

Dr. Annegret Meyer: Um für die Gründerwerkstatt zu werben, nutzen wir eine Postkartenserie. Die Motive darauf geben Anregungen, in welchen Feldern wir Ideen suchen. Da ist zum Beispiel das Thema Einsamkeit: Gibt es Ideen, die der wachsenden Vereinsamung vieler Menschen in unseren Städten und Dörfern entgegenwirken? Oder das Thema Feindseligkeit: Nehme ich in meinem Umfeld Aggressivität oder Ressentiments wahr und möchte das nicht einfach so hinnehmen? Oder das Thema Digitalisierung: Was können wir tun, damit nicht zu viele Menschen von der Digitalisierung aller Lebensbereiche abgehängt werden? Das sind einige Beispiele für Themen von gesellschaftlicher Bedeutung, die uns als Kirche massiv angehen und zu denen wir uns aktiv verhalten wollen. Eine weitere Postkarte hat das Thema "Glauben entfalten": Wie können Lebensträume und Anliegen der Menschen zum Ausgangspunkt für religiöse und spirituelle Initiativen werden?

Wie genau will das Erzbistum die Ideen unterstützen?

Ludger Drebber: Da ist zunächst einmal die Gründerwerkstatt selbst. Sie bietet einen kreativen Raum, in dem eine Idee präsentiert, in kleinen Gruppen bearbeitet und zu einem Projekt weiterentwickelt werden kann. Fachleute für kreative Methoden wie Design-Thinking, Effectuation und Potentialförderung mit der im Erzbistum entwickelten "Frischzelle" sind mit dabei und unterstützen die Arbeit. Aber mit der Gründerwerkstatt ist die Unterstützung nicht zu Ende. Wir geben den Menschen, die eine Idee umsetzen wollen, Lotsinnen und Lotsen an die Seite, die das Projekt über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren begleiten. Sie sind zum Beispiel dabei behilflich, Fördertöpfe aufzutun oder geeignete Ansprechpartner zu finden. Darüber hinaus planen wir weitere unterstützende Werkstattformen.

Sie sagen, dass das Erzbistum Paderborn bei der Gründerwerkstatt selbst lernen möchte. Was genau wollen Sie lernen?

Dr. Annegret Meyer: Wir wollen lernen, wie das Neue in die Welt kommt und zwar so, dass es nicht gleich wieder vom Status Quo beiseite geschoben wird, sondern tatsächlich Fuß fasst und die Wirklichkeit verändert. Wir brauchen solche neue Ideen - für die Gesellschaft und die Kirche. Wir wollen verstehen lernen, was notwendig ist, damit sie sich durchsetzen.

Gründerwerkstatt im Internet: www.zukunftsbild-paderborn.de/gruenderwerkstatt

Infos und Kontakt: gruenderwerkstatt@erzbistum-paderborn.de


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