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Vom „Pastoralen Sehtest“ bis zum „Haus der Personalentwicklung“

29. Juni 2013

Am Erkenntnisort „Innovative Projekte“ zog ein großer „Martinsmantel“ die Aufmerksamkeit vieler Teilnehmer der Diözesanen Pastoralwerkstatt auf sich.

Unterschiedlich gekleidete Schaufensterpuppen zeigten am Erkenntnisort „Katholische Jugendarbeit“ das Spektrum Jugendlicher unserer Zeit.

Im „Haus der Personalentwicklung“ am Erkenntnisort „Pastorales Personal“ konnten sich die Teilnehmer über die Berufswirklichkeit pastoraler Berufsprofile informieren.

Paderborn, 27. Juni 2013. Frauen und Männer aus verschiedenen Bereichen des Erzbistums Paderborn gestalteten im Rahmen der Pastoralwerkstatt mit viel Kreativität 17 „Erkenntnisorte“, die für die Zeit der Werkstatt aufgebaut blieben.

Paderborn, 27. Juni 2013. „Im Erzbistum Paderborn entsteht eine ganz neue Kirchenlandschaft. Diese wollen wir gestalten und ihre Konturen schärfen“, sagte Msgr. Dr. Michael Bredeck, Geschäftsführer der Lenkungsgruppe „Perspektive 2014“ im Vorfeld der Diözesanen Pastoralwerkstatt. Ein Programmteil der Veranstaltung setzte diesen Anspruch anschaulich um: Frauen und Männer aus verschiedenen Bereichen des Erzbistums Paderborn haben mit viel Kreativität 17 so genannte „Erkenntnisorte“ gestaltet, die für die Zeit der Werkstatt aufgebaut bleiben. Diese „Begehbare Kirchenlandschaft“ lud die Teilnehmenden am Donnerstagvormittag dazu ein, die bisherigen Erfahrungen des diözesanen Prozesses „Perspektive 2014“ zu „durchwandern“ und visuell nachzuvollziehen. 

Die Besucher der Begehbaren Kirchenlandschaft konnten an den einzelnen Stationen mit verschiedensten Ansprechpartnern ins Gespräch kommen – von Außendienstmitarbeitern der Gemeindeverbände über Projektverantwortliche bis zu einzelnen Vertretern der pastoralen Berufsgruppen. Impuls gebende Filmbeiträge, pointiert präsentierte Thesen und Feedbackmöglichkeiten luden darüber hinaus zur Auseinandersetzung ein.

Die Kirchenlandschaft war optisch von zahlreichen Elementen geprägt, die die Erkenntnisse aus dem diözesanen Dialogprozess symbolhaft veranschaulichten. Am Erkenntnisort „Projekt 2014admin – Dienstleistung für die Kirche im Ort“ hatte das  „Pfarrbüro der Zukunft“ geöffnet: Hier konnte der Besucher einen Blick in das entstehende Verwaltungshandbuch für den Alltag im Pastoralen Raum werfen oder neu entwickelte elektronische Hilfsdienste  wie den Kalender für die Gottesdienstplanung kennen lernen.

Beim „Pastoralen Sehtest“ am Erkenntnisort „Pastorale Orte und Gelegenheiten“ wurde der Perspektivwechsel von einer binnenkirchlichen Sichtweise hin zu einer weltoffenen Sicht von Kirche möglich. Von einem Podest aus konnte ein „anderer Blick“ auf die Tagung geworfen werden. Das „Haus der Personalentwicklung“ am Erkenntnisort „Pastorales Personal“ lud die Besucher dazu ein, sich mit der Berufswirklichkeit der pastoralen Berufsprofile auseinanderzusetzen – sowohl im Hinblick auf den gemeinsamen Auftrag aller Seelsorgerinnen und Seelsorger als auch im Bezug auf die berufs- und rollenspezifischen Unterschiede zwischen Priestern und Laien. Eine überdimensionale Waage war der Blickfang des Erkenntnisortes zur „Berufungskampagne DEIN LEBEN – DEINe BERUFung“ des Diözesan-Caritasverbandes. Die Waage stand symbolisch für die Frage: Inwiefern hat ein ausbalanciertes Leben mit der eigenen Berufung zu tun?

Überdimensional war auch ein Objekt, das als Leihgabe am Erkenntnisort „Innovative Projekte mit Bistumsförderung“ die Blicke der Besucher auf sich zog: Ein riesengroßer Mantel, der aus rund 40 Einzelkleidungsstücken genäht worden ist. Er stammt aus dem vom Erzbistum Paderborn geförderten Projekt „Martin – mehr als ein Musical“ in Menden-Lendringsen. Im Kontext einer Musical-Produktion über die Berufungsgeschichte des heiligen Martin entstand in einem Kunstprojekt dieser Mantel als „zeitloses Symbol für Mitmenschlichkeit und gelebte Nächstenliebe“.

Auch der Erkenntnisort „Katholische Jugendarbeit“ setzte auf ein aussagekräftiges Bild: Am Boden war eine große Sinus-Milieu-Karte abgebildet. Auf dieser Karte waren Schaufensterpuppen platziert, die entsprechend der jeweiligen Milieus gekleidet waren. So wurde auf einen Blick sichtbar, wie groß die Bandbreite der von katholischer Jugendarbeit erreichten Jugendlichen ist. Durch Filmbeiträge, in denen Jugendliche ihre Meinung  zur katholischen Kirche sagten, konnten die Besucher zudem auch hier den Perspektivwechsel auf die Außenwahrnehmung von Kirche vollziehen.

Den Aspekt der „zeitgemäßen Bildung“ thematisierten besonders die beiden Erkenntnisorte „Kirche und Schule im Erzbistum Paderborn“ sowie „Erwachsenenbildung im Erzbistum“: Durch Filme, Gespräche mit Experten, aber auch durch eigene Recherche an verschiedenen Rechnerterminals konnten sich die Besucher einen Eindruck verschaffen, wie Kirche beispielsweise Schule macht oder wo die aktuellen Herausforderungen der Erwachsenenbildung liegen, bis hin zum E-Learning.


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