Detail - 10Jahre..

Neuregelung der pastoralen Räume

07. Januar 2010

Erzbischof Hans-Josef Becker

Paderborn, 7. Januar 2010. Erzbischof Hans Josef Becker hat die neuen Pastoralen Räume, die ab dem 1. Januar 2010 schrittweise auf den Weg gebracht werden sollen, mit einem Zirkumskriptionsgesetz festgeschrieben.

Paderborn, 7. Januar 2010. Erzbischof Hans Josef Becker hat die neuen Pastoralen Räume, die ab dem 1. Januar 2010 schrittweise auf den Weg gebracht werden sollen, mit einem Zirkumskriptionsgesetz festgeschrieben. In einem einjährigen Konsultationsprozess war in Pfarreien, Dekanaten und kirchlichen Gremien die Veränderung der pastoralen Landschaft beraten worden.  Nun liegen verbindliche Regelungen darüber vor, wie die neuen Pastoralen Räume zugeschnitten sein werden und auch, wo zukünftig der Dienstsitz des für die Leitung verantwortlichen Pfarrers sein wird.

Bis zur Verfügung konkreter Umsetzungsakte bleiben die derzeitigen Pastoralverbünde in der gegenwärtigen Form bestehen, so die einleitenden Regelungen des im Kirchlichen Amtsblatt vom 4. Januar 2010 veröffentlichten Gesetzes. Das Diözesangesetz legt für jeden Pastoralen Raum einen individuellen Zeitkorridor fest, in dem die Zusammenführung und Errichtung der neuen Struktur durchgeführt werden soll.

Wenn man sich die Größe der neuen Räume anschaue, könne man die anstehenden Herausforderungen für alle Beteiligten vor Ort deutlich spüren, so Erzbischof Hans-Josef Becker im Vorwort zu dem neuen Gesetz:  „Eine einfache Überführung der bisherigen pastoralen Praxis auf die neue Größe ist nicht möglich!“ heißt es dort weiter. Das Ende der „additiven Pastoral“ sei in Sicht. „Deshalb stehen wir vor der großen Herausforderung, die Zukunft der Seelsorge neu zu gestalten, ohne auf die Nähe zu den uns anvertrauten Menschen zu verzichten“, betont der Erzbischof.

Das Zirkumskriptionsgesetz gebe auf organisatorischer Ebene eine Antwort auf die Zeichen der Zeit und Planungssicherheit bis zum Jahr 2030. Auf dieser Grundlage könne in den kommenden Jahren der pastoralen und spirituellen Entwicklung die entsprechende Aufmerksamkeit geschenkt werden. Erzbischof Becker: „Es geht nun darum, die anstehenden Veränderungen als geistlichen Prozess, als Wachsen auf den lebendigen Gott hin, zu verstehen.“ Bei allen Bemühungen gehe es um nicht mehr und nicht weniger als um das Weiterleben des christlichen Glaubens. Vor diesem Hintergrund sei ihm „die Berufung aller Getauften mit ihren unterschiedlichen Charismen ein Herzensanliegen“, hebt Erzbischof Becker hervor und hofft auf Unterstützung und viele kreative Ideen.

In Verbindung mit der Neuumschreibung und Ausgestaltung der Pastoralen Räume werden derzeit Hilfen zur Unterstützung des Weges sowohl durch die Dekanate als auch von Seiten  der Bistumsebene entwickelt 


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