Themenliste

Wie wird es zu einer Selbstverständlichkeit, dass die Systeme von (fach-)verbandlicher Caritas und Pastoral in den Gemeinden zusammenwirken?
Vielfalt

Gegenwartsbild

  • Gemeindepraxis/-bilder (Territorialgemeinde als Denkwelt) sind nicht deckungsgleich mit den Lebenswelten und -wirklichkeiten der Menschen
  • Komplexität und Überlastung des Pastoralen Personals  in den Pastoralen Räumen
  • Unterschiedliche Systemlogiken: Pastoral (Pastoraler Raum) und verbandliche Caritas
  • Divergierende Erwartungen zwischen einer herkömmlichen Gemeindepastoral und Sozialpastoral
  • Pastoralteams sind fokussiert auf Organisation, Liturgie, Katechese, Sakramente
  • Caritatives Handeln ist professionalisiert und z.T. aus den Gemeinden abgewandert/ “outgesourct“
  • Es fehlt an haupt- und ehrenamtlichen Verantwortungsträgern für sozialpastorales Handeln
  • Herkömmliche ehrenamtliche Strukturen erleben eine Überalterung und einen zunehmenden Mitarbeitermangel

Zielbild

  • Es besteht das Bewusstsein, dass caritatives Handeln immer auch ein Teil von Pastoral ist
  • Gemeinden/Pastorale Räume sind aktive Partner in der Sozialraum- und Quartiersentwicklung und bieten Unterstützung und Beheimatung für benachteiligte Menschen
  • Menschen, die  haupt- und ehrenamtlich sozialpastoral tätig sind, werden durch Seelsorge unterstützt
  • Vernetzung und gemeinsame Verantwortung sind im Sozialraum geregelt, abgestimmt und gestaltet
  • Personaleinsatz erfolgt klar und abgestimmt. Das Personal ist wirksam eingesetzt

Erfahrungen und Konzepte

  • Etablierte fachverbandliche Strukturen stellen sich der Umbruchsituation
  • Neben den Fachkonferenzen Caritas werden Arbeitsgruppen zur diakonischen Pastoral auf Ebene der Pastoralen Räume errichtet
  • Fachdienst Caritas-Koordination leistet einen wertvollen Dienst an der Schnittstelle zwischen Pastoral und Caritas, zusätzliche optionale Stellenerweiterung seit 2017
  • Der Dienst der Seelsorglichen Begleitung profiliert Einrichtungen als Pastorale Orte
  • Erste Pilotversuche eines verstärkten Zusammenwirkens in Pastoralen Räumen (TP 5)
  • Finanzressourcen für Armutsprojekte und Projekte der Flüchtlingshilfe
  • Einbindung caritativer Dienste, Einrichtungen als Chance einer lebensweltorientierten Pastoral
  • Multiprofessionelle Teams: Mitarbeiter für diakonisches Handeln in Pastoralteams
  • Fachdienst Caritas-Koordination o.a. nehmen an Dienstgesprächen der Pastoralteams teil

Bezüge und Stolpersteine

  • Pastorale Räume – Dekanate – Ortscaritasverbände: Wer verantwortet sozialpastorales Handeln in den Räumen? Wer ist verantwortlich für eine christliche Profilierung und Seelsorge?
  • Unterschiedliche Einsatzebenen und Anstellungsträger gefährden eine Wirksamkeit der Personalressource
  • Chancen und Risiken der Anbindung des Fachdienstes Caritaskoordination
  • zunehmende Unabhängigkeit der Caritasverbände
  • Bezüge/Querschnittsthemen zu weiteren Handlungsfeldern, Projekten und Aufgabenfeldern der Bistumsentwicklung

Ansprechpartner für das Thema

Zusammenwirken von Pastoral und Caritas in den Pastoralen Räumen
Leitung: Ralf Nolte
Tel. (0 52 51) 20 93 01
E-Mail: r.nolte(ät)caritas-paderborn.de

 

Workshop beim Diözesanen Forum 2017

Das Thema wird beim Diözesanen Forum im Rahmen eines Workshops zur Beratung gestellt. Der Workshop findet statt am Freitag, 29. September 2017, von 16.15 bis 17.45 Uhr in der Stadthalle Unna Raum 02.

Neue Formen der Gemeindecaritas

Vor dem Hintergrund älter werdender Mitglieder und abbrechender Strukturen stellen sich die Caritaskonferenzen im Erzbistum Paderborn der Fragen nach der Zukunft der verbandlichen Ehrenamtsstrukturen und einer strukturellen Neuausrichtung/Weiterentwicklung dieses Feldes. Dazu werden gerade Strategien erarbeitet, bei denen es darum gehen wird, die Schaffung eines Netzwerkes von Ehrenamtlichen in den Vordergrund zu stellen, das für die Menschen unterstützend da ist. Vereinzelt gibt es vor Ort auch schon Erfahrungen mit veränderten Strukturen, Maßnahmen und Ansätzen.

Dr. Claudia Nieser, 28. September 2017

„Pastoral und Caritas“ im Pilotraum Arnsberg

Im Pastoralen Raum Arnsberg wird versucht, die Zusammenarbeit zwischen dem Ortscaritasverband und dem Pastoralen Raum zu stärken. Eine Steuerungsgruppe wurde eingerichtet, der sowohl Vertreter der Caritas als auch des Pastoralteams und des Dekanates angehören. Erste Frucht der Zusammenarbeit war die Aktion „Rotes Sofa“, bei der Propst Hubertus Böttcher und Caritas-Ortsvorstand Christian Stockmann auf einem roten Sofa an exponierten Orten der Arnsberger Innenstadt zum Gespräch zur Verfügung standen. Demnächst wird von Seiten der Caritas ein neuer Mitarbeiter eingestellt, der eine „Brückenfunktion“ zwischen Caritas und Pastoral einnehmen und das caritative Handeln im Pastoralen Raum Arnsberg stärken soll.

Fortbildungen für das Pastorale Personal

Für das Pastorale Personal wurden verschiedene Veranstaltungen angeboten, die für die Thematik „Caritas und Pastoral“ sensibilisieren sollten. Gleich zwei Mal fand ein Forum „Pastoral und Caritas“ statt, das für Schritte auf dem Weg zur verstärkten Zusammenarbeit von Caritas und Gemeinden sensibilisieren wollte. Außerdem gab es Veranstaltungen zum Thema Kinderarmut, zur Pastoral an Obdachlosen und suchtkranken Menschen und zur diakonischen Sakramentenpastoral.

Dr. Claudia Nieser, 28. September 2017

Erste Konferenz der Begleitgruppe

Erstmalig trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der HA Pastorale Dienste im Generalvikariat, des Diözesankomitees, des Diözesancaritasverbandes und des Projektes Bistumsentwicklung zur Abstimmung mit der TP-Leitung. Der Auftrag des Teilprojektes, das Zusammenwirken von Pastoral und Caritas wirksam zu entwickeln, die Komplexität einer diakonischen Pastoral und das Handlungsfeld „Caritas und Weltverantwortung“ standen dabei im Fokus. In der Sitzung zeigte sich ein Klärungsbedarf, wie das Zueinander und ein verantwortlicher Umgang mit den im Zukunftsbild beschriebenen Ansätzen und Herausforderungen zu gestalten ist. Nachfolgend wird eine zielführende Arbeitsstruktur entwickelt, um sowohl dem Teilprojekt als auch dem Handlungsfeld gerecht zu werden.

Ralf Nolte, 08. April 2016

Arbeitsvereinbarung mit Pastoralem Raum und Caritasverband Arnsberg

Das Teilprojekt „Pastoral und Caritas“ wird ein Modellprojekt in Arnsberg aufbauen. Dazu sind erste Vereinbarungen mit dem Pastoralen Raum Arnsberg und dem Caritasverband Arnsberg getroffen worden.

Ralf Nolte, 28. Januar 2016

Konzept- und Kontaktphase

Das Teilprojekt ist in der Konzeptphase. Erste Antrittsbesuche in Konferenzen der Dechanten, Dekanatsteams, der Vorständekonferenz der Caritasverbände und der Caritaskoordinatoren gehören genauso dazu, wie die Planung von Fortbildungsangeboten und konzeptionelle Überlegungen und Vernetzungen.

Die Teilnahme an einer Fachtagung der Kommission XIII für caritative Fragen der Deutschen Bischofskonferenz gehörte dazu wie die Anbindung an die Arbeitsgruppe „Caritas und Pastoral“ innerhalb des Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn e.V.

Neben der Sichtung und Analyse von bewährten Konzepten, Projekten und Initiativen zum diakonischen Handeln wird es in der Arbeit vor allem darum gehen, viele diakonische Akteure zu beteiligen: den Fachdienst Caritas-Koordination, die Fachkonferenzen Caritas, einzelne Akteure aus Modellinitiativen, die CKD, u. v. m.

Die Aufgabe von Beauftragten in Pastoralen Räumen für das Handlungsfeld „Caritas und Weltverantwortung“ ist zu entwickeln wie eine Unterstützung dieser Personengruppe erforderlich.

Ralf Nolte, 23. Oktober 2015

Teilprojektleiter eingesetzt

Der Diözesan-Caritasverband hat Ralf Nolte mit der Leitung des Teilprojektes "Zusammenwirken von Pastorale und Caritas in den Pastoralen Räumen" beauftragt. Der Gemeindereferent war bereits zuvor als Projektleiter im DiCV angestellt.

Markus Freckmann, 1. Juli 2015

Start des Teilprojektes verschoben

Der Diözesan-Caritasverband wird die Besetzung der Stelle des Teilprojektleiters erst zum 1. Juli 2015 vornehmen. Die Lenkungsgruppe hat daher entschieden, den Start des Teilprojektes auf diesen Termin zu verschieben.

Markus Freckmann, 17. März 2015

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