Themenliste

Wie können die Inhalte des Zukunftsbildes in die pastorale Praxis integriert und so eine nachhaltige Kulturveränderung im Sinne einer lernenden Organisation erreicht werden?
Prioritäten und Nachrangigkeiten

Gegenwartsbild

  • Nach fast drei Jahren hat vielerorts eine erste Aneignung der Inhalte des Zukunftsbildes stattgefunden. Nun geht es darum, die Umsetzung des Zukunftsbildes stärker in den Fokus zu rücken.
  • Beim Versuch der Umsetzung sehen sich die Verantwortlichen häufig sehr wirksamen "alten" Strukturen und Kulturen gegenüber.
  • Selbst wenn man Inhalten und Haltungen des Zukunftsbildes mit hoher Offenheit begegnt, sich damit auseinandersetzt und große Bereitschaft zur Umsetzung besteht, können sehr wirksame "alte" Regeln, Prozesse, Gepflogenheiten, Tabus das Vorhaben scheitern lassen. 
  • Aneignung kann vordergründig durchaus gelingen, ohne dass sich anschließend die pastorale Praxis tatsächlich in irgendeiner Weise verändern würde.

Zielbild

  • Es findet eine Integration der Wesensmerkmale des Zukunftsbildes in die pastorale Praxis des Erzbistums statt. Auf allen Ebenen geht dies einher mit einem weitreichenden Kulturwandel in Richtung einer lernenden Organisation. 
  • Viele Verantwortliche in der Pastoral besitzen die Kompetenz, Veränderungsprozesse zu gestalten, Selbstorganisation und Beteiligung zu organisieren, Visionen zu entwickeln. Sie sind in der Lage, gewohnte Routinen zu verlassen, Prozesse zu gestalten, Lernen im Team zu organisieren. Außerdem können sie erklären, welches Ziel sie dabei leitet.
  • Im Erzbistum ist eine systemische Denkweise weit verbreitet und prägt das Agieren der Verantwortlichen.
  • Es wurden Strukturen geschaffen, in denen die Kultur des Zukunftsbildes erfahrbar wird. Diese bildet sich ab in Prozessen, Regeln, Ritualen, Symbolen und institutionellen Lernprozessen.

Erfahrungen und Konzepte

  • Fortsetzung bereits erfolgter Maßnahmen der Fortbildung von Führungskräften und anderen Verantwortlichen in der Pastoral (z.B. Fokus Führung oder die Fortbildungsreihe für das pastorale Personal)
  • Sensibilisierung und methodische Ausrüstung von Führungskräften auf allen Ebenen, über (veränderte) Strukturen (Prozesse, Regeln, Rituale...) und eine veränderte Kultur im Sinne des Zukunftsbildes Führung wahrzunehmen.
  • Entwicklung eines über Haupt- und Zentralabteilungsgrenzen hinweg abgestimmten Fortbildungskonzeptes, das die oben genannten Kompetenzen im Sinne einer lernenden Organisation bei den Verantwortlichen fördert und damit Kulturveränderung zum Ziel hat.
  • Diese Fortbildungsinitiative zielt auf Verantwortliche in der Pastoral in einem umfassenden Sinn (Ehrenamtliche und Hauptberufliche, Priester und Laien in allen pastoralen Feldern). Das Konzept orientiert sich u.a. am Facilitation-Ansatz und zielt auf Partizipation, Vielfalt, Selbststeuerung und Selbstermächtigung.

Bezüge und Stolpersteine

Diese Aufgabe ist mittelfristig aus dem Projekt Bistumsentwicklung in die "Normalstuktur" des Erzbistums zu überführen und an geeigneter Stelle anzubinden und zu verorten. Alle in diesem Feld tätigen Akteure arbeiten vernetzt und abgestimmt zusammen:

  • Personalentwicklung im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn 
  • Fort- und Weiterbildung pastorales Personal
  • Priesterausbildung
  • Abteilung Erwachsenenbildung im Erzbischöflichen Generalvikariat
  • Bildungseinrichtungen
  • Beraterteams
  • Verbände
  • Fortbildung Diözesancaritasverband
  • Dekanate
  • (...)

Ansprechpartner für das Thema

Ludger Vollenkemper
Tel. (0 52 51) 1 25 44 68
E-Mail: ludger.vollenkemper(ät)erzbistum-Paderborn.de

Workshop beim Diözesanen Forum 2017

Das Thema wird beim Diözesanen Forum im Rahmen eines Workshops zur Beratung gestellt. Der Workshop findet statt am Samstag, 30. September 2017, von 10.15 bis 11.45 Uhr im Gymnasium Raum 03.

Kurzbericht zum Diözesanen Forum

Ergebnisse

Was konkret ist passiert?

  • Die Teilnehmenden waren (positiv) erstaunt über die Sichtweisen der anderen Workshop-Teilnehmenden. 
  • Was von den Einen als positive Entwicklung wahrgenommen wird, sehen Andere als Mangel bzw. Entwicklungsbedarf. 
  • Teilnehmende sehen Bedarfe für Institutionelle Lernprozesse und können die Inhalte beschreiben.

Warum ist es passiert?

  • Sehr heterogene Zusammensetzung des Workshops (Alter, Arbeitsbereiche, …)

Was waren die Folgen, und wie bewerten Sie sie?

  • Ein Diözesanes Forum führt Menschen in Diskussionen zusammen, die sonst nicht im Gespräch sind – Das führt zu neuen Einsichten.
  • Die Bistumsentwicklung befindet sich in hohen Ungleichzeitigkeiten – dies erfordert verstärkte Kommunikation.

Material und weiterführende Informationen

  • Foto-Dokumentation der Ergebnisse des Workshops

Erkenntnisse

Was lässt sich aus den Ergebnissen lernen?

  • Positive Entwicklungen am einen Ort werden an anderen Orten nicht / kaum wahrgenommen. Es braucht aber nicht mehr Kommunikation über Medien, sondern Erzähler und Erzählerinnen. 
  • Aneignung des Zukunftsbildes bedeutet in den nächsten zwei Jahren, Lernprozesse zu ausgewählten Inhalten des Zukunftsbildes auf allen Ebenen zu ermöglichen.
  • Es hat sich im Workshop bestätigt, dass es die Merkmale einer Lernenden Organisation sind, die es in der kommenden Zeit zu kultivieren gilt (die Fähigkeit eigene Bilder in Frage zu stellen, gemeinsame Visionen entwickeln zu können, die Fähigkeit im Team lernen zu können, persönliches Wachstum und Entwicklung als Aufgabe der einzelnen Menschen, …)

Welche Empfehlungen lassen sich daraus ableiten?

  • Das Teilprojekt Aneignung des Zukunftsbildes hat bis Ende 2019 den Schwerpunkt, institutionelle Lernprozesse im Sinne einer Lernenden Organisation zu ermöglichen.
  • In diesem Prozess sollen die Akteure im Bereich Fort- und Weiterbildung des Erzbistums (Personalentwicklung EGV, Fortbildung Pastorales Personal und Abt. Erwachsenenbildung, …) eng miteinander kooperieren.

Was ist der Nutzen dieser Empfehlungen?

  • Ehrenamtliche wie Hauptberufliche auf allen Ebenen entwickeln Kompetenzen, die zur Umsetzung des Zukunftsbildes und der Entwicklung zur Lernenden Organisation benötigt werden.
  • Die dabei benötigten Kräfte werden gebündelt und auf ein gemeinsames Ziel fokussiert.
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