Das Gleichnis vom Sämann

Das Gleichnis vom Sämann

Jesus sagte: Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen.
Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg und
die Vögel kamen und fraßen sie.

Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur
wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich
nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg,
wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie
keine Wurzeln hatte.

Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die
Dornen wuchsen und erstickten die Saat.
Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und
brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach,
teils dreißigfach.

Wer Ohren hat, der höre!

(Mt 13,3b-9)

Ich lese den Text:

Vögel, welche die Saat auffressen, sengende Sonne,
Dornen – hier sind viele Widrigkeiten, hier ist viel
Scheitern. Und trotzdem wird großzügig ausgesät
– was bedeutet das?

Der Ernteertrag auf dem fruchtbaren Boden ist unvorstellbar
groß, er gleicht nicht nur die Verluste aus,
sondern schenkt Fülle und Reichtum. Gottes Reich
bricht sich Bahn. Auf welchen Boden fällt der Same
des Wortes Gottes bei uns?

Der Text liest mich:

Jesus zeigt sich mir als ein Säender, der trotz vieler Widerstände die Saat seines Wortes mit kraftvollem,weitem und großzügigen Schwung in diese Weltträgt. Sagt mir das etwas?

Jesus hat ein mächtiges Vertrauen in die Kraft seiner
Worte und in die Menschen, die seine Worte dankbar
hören und aufnehmen. Lebt ein solches Vertrauen
auch in mir? Was macht es mir schwer, dieses Vertrauen aufzubringen?

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