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09. März 2017

Au ja – lass uns das machen

Kersten Schröder / pixelio.de

Im Frauenkarneval hab ich schon mal Theater gespielt, immer schön mit Textblatt und Souffleuse. Und nun Impro-Theater im Rahmen eines Einkehrtags im Generalvikariat. Zwei junge Leute der Gruppe Improsant (Improtheater der KHG Paderborn) führen uns, eine elfköpfige bunt gemischte Gruppe, durch den Tag. "Wesentlich werden" ist die Überschrift des Tages, es soll um Haltungen gehen.

Im Frauenkarneval hab ich schon mal Theater gespielt, immer schön mit Textblatt und Souffleuse. Und nun Impro-Theater im Rahmen eines Einkehrtags im Generalvikariat. Zwei junge Leute der Gruppe Improsant (Improtheater der KHG Paderborn) führen uns, eine elfköpfige bunt gemischte Gruppe, durch den Tag. "Wesentlich werden" ist die Überschrift des Tages, es soll um Haltungen gehen.

Zuerst mal geht es ums Atmen und Bewegen. Um Töne, Geschwindigkeiten, genaue Wahrnehmung. Emotionen und Assoziationen. "Ich hatte ganz schön Bauchgrimmen, als ich heute Morgen gekommen bin", so sagte es eine Kollegin bei der Vorstellrunde. "Impro-Theater ist eine ganz schöne Herausforderung für mich. Da muss ich mich überwinden." Und nein, sie wollte es nicht einfacher haben und hat sich gegen den für sie anschmiegsameren Workshop mit Gesprächen entschieden. Hut ab!

Wir lernen die Grundprinzipien des Impro-Theaters kennen: Einer macht ein Angebot - und der andere geht darauf ein. Die Mitspieler achten aufeinander, gemeinsam übernehmen wir Verantwortung für die Szene.

Am wichtigsten sei die Haltung: "Au ja, lass uns das machen!", wenn jemand eine Idee in den Raum wirft. Kein Zurücklehnen, kein "Ich-kann-das-nicht" und kein "aber ich wollte eigentlich was Anderes" - sondern: Ich mache mit. Und dann im nächsten Schritt die Idee weiterentwickeln oder durch eine andere ablösen. Hier: https://www.youngstarswiki.org/pl/wiki/au-ja.html gibt es die Spielanleitung!

"Was wäre, wenn die nächste Sitzung, wenn beim nächsten Projekt alle mit so einer Haltung kämen?" fragte Daniel in die Runde. Andächtiges Nicken...

"Ich war ganz dabei und habe den ganzen Tag nicht an das gedacht, was gestern und vorgestern so war." Das war eine Formulierung aus den Feedbacks zum Workshop. Natürlich war die Zeit zu knapp, alle hatten durch die Bank (ach ja: Herrlich, das "Parkbank-Spiel"!) Lust auf mehr.

Ganz im Moment sein, gegenwärtig sein können. Was für ein (auch geistliches!) Geschenk... ganz ohne Plan und spontan mit anderen ins Spiel zu kommen... Danke an alle, die dabei waren!

Dr. Annegret Meyer

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