Detail - Zukunftsblick

„Kirche auf Rädern“

10. Oktober 2017

Beim Diözesanen Forum konnte vor der Stadthalle der "Himmelsflitzer" des Pastoralen Raums Dortmund-Ost bestaunt werden.

Pastor Stefan Wigger und Angelika von Kölln berichten beim Forum von ihren Erfahrungen mit dem "Himmelsflitzer".

Pastor Andreas Kreutzmann ist im Pastoralverbund Mindener Land mit der "Ansprech-Bar" unterwegs.

Demnächst im Pastoralen Raum Winterberg: Der ruhe.pol, die kleinste Klosterkemenate der Welt.

Im Erzbistum Paderborn sind originelle Fahrzeuge unterwegs. Seit 2014 röhrt über die Straßen von Asseln, Brackel, Neuasseln und Wickede der "Himmelsflitzer" des Pastoralen Raumes Dortmund-Ost. Aber auch in Minden und bald auch Winterberg ist Kirche motorisiert zu den Menschen unterwegs.

Seit 2014 ist in den Straßen von Asseln, Brackel, Neuasseln und Wickede der "Himmelsflitzer" unterwegs, ein dreirädriges Rollermobil der Marke Piaggio, mit dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pastoralen Raumes unkomplizierte Kontakte mit der Kirche ermöglichen möchten. Beim Diözesanen Forum 2017 in Unna hatte der "Himmelsflitzer" einen besonders großen Auftritt, als Angelika von Kölln, Gemeindereferentin im Ruhestand, und Pastor Stefan Wigger das Projekt vor den 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorstellten. Es gibt noch weitere "motorisierte" Projekte dieser Art im Erzbistum Paderborn, zum Beispiel in Minden und bald auch in Winterberg.

Die "Ansprech-Bar" im Mindener Land

Pastor Andreas Kreutzmann ist mit einem ganz ähnlich aussehenden Gefährt im Pastoralverbund Mindener Land unterwegs. Auch dort wurde ein dreirädriges Rollermobil der Marke Piaggio angeschafft. In Minden heißt sie allerdings "Ansprech-Bar", wobei eine richtige "Bar" erst noch daraus werden muss: "Die geplante Kaffeemaschine wird in Kürze eingebaut", versichert Pastor Kreutzmann.

Jetzt schon ist im Piaggio ein Bildschirm eingebaut, über den aktuelle Informationen gezeigt werden können. Im Inneren befindet sich außerdem eine kleine Bierzeltgarnitur, um bei schönem Wetter vor der "Ansprech-Bar" eine Sitzgelegenheit für Gespräche zu schaffen. Manchmal hat Pastor Kreutzmann Begleitung von einem besonderen Helfer: der Handpuppe "Gorgonius", die den ersten Patron des Mindener Doms symbolisiert und vor allem dann zum Einsatz kommt, wenn Kinder sich um die "Ansprech-Bar" scharen.

Im Einsatz ist der Piaggio seit Fronleichnam 2017, an diesem Feiertag wurde er vor dem Mindener Dom eingeweiht. Seitdem stand er als Blickfang unter anderem auf einem Sommerfest der DJK sowie auf verschiedenen Pfarrfesten. Einmal im Monat ist Pastor Andreas Kreutzmann mit dem auffälligen Fahrzeug für zwei Stunden vor dem Mindener Nordfriedhof präsent - von Anfang an war geplant, die "Ansprech-Bar" auch in den Dienst der Trauerpastoral zu stellen. Dabei kommt er als gelernter Gärtner mit den Menschen, die die Gräber ihrer Angehörigen besuchen, über "unverfängliche" Themen wie Grabpflege schnell ins Gespräch.

Weitere Einsatzmöglichkeiten für die "Ansprech-Bar" sind in Planung. "Demnächst wollen wir am Samstag auf dem Markt vor dem Mindener Dom stehen", so Pastor Kreutzmann. "Erfahrungsgemäß besuchen dann viele Radfahrer die Mindener Innenstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten", sagt er. "Wir hoffen, dass wir sie für unsere Themen interessieren können."

Winterberg hat bald die kleinste Klosterkemenate der Welt

Ab 25. November 2017 ist auch die Tourismus-Seelsorge im Pastoralverbund Winterberg mobil unterwegs. "Dann wird ein Kleinbus eingeweiht, der derzeit umgebaut und dann von uns als mobile Basis und Büro genutzt werden kann", so Jörg Willerscheidt, Tourismus-Seelsorger und Projektleiter. Herzstück des Fahrzeuges wird eine "Klosterkemenate" sein, in der Besucher für einen Zeitraum von bis zu fünf Minuten eine kurze Auszeit vom Tourismus-Alltag nehmen können. Der Name des Kleinbusses, in dem all das möglich ist, lautet "ruhe.pol".

Besucherinnen und Besucher der Kemenate können besondere Aroma-Düfte genießen oder Musik hören. Durch den Ausschank von klarem, reinem Wasser rückt das Ruhe-Pol-Projekt außerdem den Taufgedanken in den Fokus. Zielgruppe des Angebotes sind sowohl Touristen als auch Mitarbeitende im Winterberger Tourismus.

"Wir wollen auch bei Großveranstaltungen wie der Rennrodelweltmeisterschaft 2019 präsent sein", berichtet Jörg Willerscheidt. "Weitere Gelegenheiten sind Wanderveranstaltungen, bei denen wir kleine Erfrischungen oder Fußmassagen anbieten. Außerdem wollen wir im Wald, auf Berggipfeln oder auf Feldern, an ausgewählten 'Ruheorten' also, die Möglichkeit einer mobilen Beichte anbieten."


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