Detail - Zukunftsblick

Glaubensweitergabe als wichtiges Thema der Bistumsentwicklung

14. Oktober 2016

"Evangelisierung" stand im Mittelpunkt des Treffens des Diözesanpastoralrates am vergangenen Wochenende. Damit drehte sich die zweitägige Sitzung um die Frage der Glaubensweitergabe in der heutigen Zeit.

"Evangelisierung" stand im Mittelpunkt des Treffens des Diözesanpastoralrates am vergangenen Wochenende. Damit drehte sich die zweitägige Sitzung um die Frage der Glaubensweitergabe in der heutigen Zeit. Im Bildungs- und Gästehaus Liborianum diskutierte das Beratungsgremium des Paderborner Erzbischofs über das gegenwärtige Verständnis des Begriffs "Evangelisierung", informierte sich über aktuelle Projekte im Erzbistum und beschäftigte sich mit der Frage, welche Konsequenzen aus der Notwendigkeit der Glaubensweitergabe für das Erzbistum entstehen.

Anhand der Beschäftigung mit den Apostolischen Schreiben "Evangelii Nuntiandi" (1975) von Papst Paul VI und "Evangelii Gaudium" (2013) von Papst Franziskus wurde deutlich, dass das Verständnis des Begriffs "Evangelisierung" von der jeweiligen Epoche abhängt. Anknüpfungspunkte für Inhalte des Zukunftsbildes fanden die Frauen und Männer des Diözesanpastoralrates in beiden Dokumenten: Ähnlich wie Papst Paul VI. spricht das Zukunftsbild davon, dass alle Menschen Träger der Evangelisierung sind. Die von Papst Franziskus geforderte "Neuevangelisierung" greift das Zukunftsbild ebenfalls auf.

Der Diözesanpastoralrat machte auch deutlich, dass sich "Evangelisierung" sowohl nach innen als auch nach außen richte: Bevor man sich mit der Frage befasse, wie der Glaube an andere weitergegeben werden könne, müsse man sich dem eigenen Glauben zuwenden, also "Selbstevangelisierung" betreiben.

Das Team des Teilprojektes Evangelisierung, ein Teilprojekt im Rahmen der Bistumsentwicklung, berichtete von bereits durchgeführten Experimenten wie den Aktionen "Praystation" und "7 Taten mit Herz" bei den letzten beiden Libori-Festen. Da es mit Evangelisierungsaktionen dieser Art bisher wenig Erfahrung gebe, begrüßte es der Diözesanpastoralrat, sich dem Thema über Experimente zu nähern. Als nächsten Schritt bis zum Diözesanen Forum 2017 schlug er eine diözesane Auseinandersetzung mit dem Begriff "Evangelisierung" vor, die vom Teilprojekt initiiert werden soll. Der schon bestehende Kontakt mit Akteuren, die bereits im Feld "Evangelisierung" tätig sind, soll weiter ausgebaut werden.

Genauer blickte das Gremium auf das Thema "Geistliche Zentren", das im Zukunftsbild als wichtiges Element im Kontext "Evangelisierung" genannt wird. Das Team des Teilprojektes Evangelisierung präsentierte dazu verschiedene Ideen wie die Schaffung eines "mobilen Evangelisierungsteams" zur Unterstützung der Teams in den Pastoralen Räumen oder die Schaffung eines Ortes für junge Erwachsene mit dem Schwerpunkt "Christliche Popularmusik". Davon ausgehend formulierte der Diözesanpastoralrat erste Kriterien für künftige geistliche Zentren wie Professionalität, Verbindlichkeit oder Differenziertheit.

Im Juni 2015 hatte der Diözesanpastoralrat auf Bitten von Erzbischof Hans-Josef Becker beschlossen, zunächst bis zum Diözesanen Forum 2017 als "Begleit-, Resonanz- und Beratungsgremium" für den Prozess der Bistumsentwicklung im Erzbistum Paderborn zu fungieren. Seitdem tagt das Gremium zweitägig, um über wichtige Themen des Zukunftsbildes zu sprechen.


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