Detail - Zukunftsblick

Mission ist „possible“!

18. Februar 2016

Maja Schanovsky und Otto Neubauer von der Akademie für Dialog und Evangelisation in Wien leiteten die Tagung "Mission possible".

Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichten von ihren Eindrücken der Tagung "Mission possible". Sie fand vom 15. bis 17. Februar 2016 in der Landvolkshochschule Hardehausen statt.

27 Frauen und Männer trafen sich vom 15. bis 17. Februar 2016 in der Landvolkshochschule Hardehausen, um sich mit dem Thema Mission zu beschäftigen. Der Kurs lautete „Mission possible. Faszination für den Glauben wecken“. Geleitet wurde der Kurs von Otto Neubauer und Maja Schanovsky von der Akademie für Dialog und Evangelisation in Wien. Veranstalter waren die Landvolkshochschule Hardehausen in Kooperation mit dem Projekt Bistumsentwicklung (Teilprojekt Evangelisierung) im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn. Auf dem Programm standen unter anderem folgende Themen: Warum eigentlich Mission? In welchem Geist und welcher Art begegnen wir den Menschen? Kann man Mission planen?

 

Teilnehmerinnen und Teilnehmer schildern nach Ende des Kurses ihre Eindrücke:

Theresa Bartz, Dekanatsreferentin für Jugend und Familie, Dekanat Paderborn:

Mission beginnt damit, aus dem Boot zu steigen, sich nicht von Wind und Wellen abhalten zu lassen, sondern auf die Hand zu vertrauen, die uns entgegengestreckt wird. Auf dem Logo von YOUNG MISSION ist ein Surfer zu sehen, der, anstatt sich wegen der Welle nicht aus dem Boot zu trauen, die Welle nutzt. So erlebe ich bei den YOUNG MISSION-Weekends, aber auch darüber hinaus in unseren Gemeinden immer wieder Jugendliche, die begeistert sind und die ich mit dazu bewegen möchte, den Schritt aus dem Boot und weiter zu gehen.

 

Pastor Peter Lauschus, Pastoraler Raum Bad Driburg:

Was ich an diesen Tagen erfahren haben: Wir können eine ganze Menge tun, müssen aber nichts machen. Wir haben im Kurs kein „Küchenrezept“ gelernt, so dass ich jetzt wüsste, mit welchen Zutaten Mission gelingt. Es ist mehr – wie im Zukunftsbild – eine Frage von Haltungen, Einstellungen. Wir haben auch von Beispielen gehört, wie man Mission angehen kann. Das hat uns sehr ermutigt.

 

Anna Mühlberger, Gemeindereferentin im Pastoralverbund Borgentreicher Land:

Mission possible! Ganz konkret an jedem Tag!

Zentral war für mich in diesen Tagen der Aspekt, sich im pastoralen Handeln immer wieder zu fragen: „Was ist das Wesentliche in meinem Tun?“ Und mich immer wieder neu am Evangelium auszurichten. Konkret hilft mir dabei die Orientierung am Impuls: „What would Jesus do – was würde Jesus tun?“ Unser Grundanliegen in der Pastoral, Menschen mit diesem Gott in Kontakt zu bringen, der sie liebt und schon immer in ihrem Leben wirkt, sollte in der Haltung, mit der wir Menschen begegnen, erkennbar sein.

 

Benedikt Hebbecker, pädagogische Mitarbeiter und Weltjugendtags-Referent im Jugendhaus Hardehausen:

In der Schulung „Mission possible“ hat mich besonders bewegt, dass wir bei allem missionarischen Tun, in unserem Hinausgehen zu den Menschen selbst erneuert werden. Mission verändert zuerst uns! Bei unserer Initiative YOUNG MISSION darf ich genau diese Erfahrung machen: „Die jungen Menschen sind ein Geschenk. Ihr Glaube, die Gespräche, die gemeinsame Zeit mit ihnen und Gott bei den Gottesdiensten und bei Party, sind eine unglaubliche Bereicherung für mein Leben.“ In meinem Ehrenamt bin ich bei Nightfever engagiert. Wenn ich die Liebe zur Welt, dort z.B. beim Einladen der Passanten auf der Straße, lebe, erfahre ich selbst, was Liebe wirklich ist.

 

Dorina Fichte, Dekanatsreferentin für Jugend und Familien im Dekanat Herford-Minden:

„Mission possible“ – das waren intensive drei Tage mit gegenseitigem Kennenlernen und Voneinander erzählen. Die Grundbotschaft von Mission lautet, dass man viel von sich selbst geben kann; dass man das, was in einem brodelt, weitergeben kann. Mission heißt auch, aus seiner Komfort-Zone herauszukommen und in eine Lern-Zone hineinzugehen. Manchmal kann sogar eine Panikzone daraus werden. Am besten funktioniert Mission im Team – das war schon zu Zeiten Jesu so.

 

Florian Jansen, Referent für religiös-theologische Bildung in der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung im Erzbistum Paderborn:

Mission heißt nicht, Menschen zu Kirchgängern machen zu wollen, sondern meint, sich mit Jesus auf den Weg zu den Menschen zu machen und an ihren Fragen des Lebens teilzuhaben. Damit verbunden ist der Wunsch, sie in die Begegnung mit Jesus finden zu lassen. Wenn sich Menschen erstmalig vom Evangelium ansprechen lassen, braucht es Menschen und Orte, mit denen sie bzw. an denen sie ihre Entdeckung teilen und leben können.

 

Maren Gödde, Referentin für spirituell-missionarische Jugendpastoral im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn:

Durch die Tage bin ich sehr darin bestärkt worden, dass wir mit unserem Projekt YOUNG MISSION im Erzbistum Paderborn gut aufgestellt sind und genau in die richtige Richtung gehen. Wir wollen nun mit unseren Teamern in die Tiefe gehen, und dafür gab es gute Impulse. Dazu half der Perspektivwechsel, zu dem wir angeleitet wurden: Was würde Jesus tun? Was würde mich ansprechen? Die Grundannahme, dass in dem Mensch, der mir begegnet, Gott schon gewirkt hat, ist dabei wichtig, um den Menschen mit einer offenen Haltung zu begegnen. Ich habe viele Ideen bekommen, wie missionarische Jugendpastoral gelingen kann und bin gespannt, wo im Erzbistum diese sich verwirklichen lassen. Aber es ist eine „Mission possible“!

 

Martin Decking, Dekanatsreferent im Dekanat Herford-Minden:

Spannend war die Anregung, dass wir über die Grenzen unseres üblichen Publikums hinauszudenken: also nur die üblichen 10 Prozent, und das war es dann. Mission ist nichts, was man alleine machen kann. Ich muss offen sein für die Menschen, die den Weg mit mir gehen. Und ich darf darauf hoffen, dass ER den Weg mitgeht. Ich darf zuversichtlich sein, dass auf dem Weg Dinge geschehen, die nicht planbar sind.

 

Elke Banneyer, Lehrerin: 

Ich habe ganz neu erfahren, dass Mission das Herz des Christseins ist. Von der Veranstaltung nehme ich mit, künftig meine missionarische Berufung als Christin mehr zu leben.

 

Daniel Sprint, Mitarbeiter im Projekt Citykirche Paderborn:

Für mich war der Kurs vor allem aus citypastoraler Hinsicht interessant. Der Kurs hat mir auch vermittelt, dass es beim Thema Mission darum geht, sich aus vielen Strukturen, die wir geschaffen haben, zu lösen und stattdessen die Hinwendung zum Menschen stärker zu praktizieren. Wir haben Verlauf des Kurses ein Wort geprägt: „Wir müssen aus dem Boot steigen“. Dies braucht Mut, und diesen Mut müssen wir pflegen. Wissen haben wir jetzt genug gesammelt. Nun geht es tatsächlich darum, hinauszugehen.

 

Claudia Theis, Musikpädagogin aus Schieder-Schwalenberg:

Ich habe gespürt, dass Gott etwas vorhat mit mir und auch mit uns Christen in Europa, und dass wir lernen müssen, dass nichts ohne Gott geht und dass der Heilige Geist in unserem Leben wirkt. Wenn wir das zulassen, werden wir fähig, die Liebe Gottes zu tragen und die Liebe Gottes zu den Menschen zu bringen. Für mich kommt hier auch die Flüchtlingshilfe ins Spiel, in die ich stark eingebunden bin. Wie auch Papst Franziskus sagt: Es ist unsere Aufgabe, an die Ränder zu gehen, zu den Menschen, die im Elend sind.

 

Pfarrer Johannes Insel, Pastoraler Raum Warburg:

Der Kurs „Mission possible“ war für mich hochmotivierend und hat mich sehr berührt. Die Tage waren inhaltlich ganz dicht, ganz realitätsnah und biblisch fundiert. Es war schön, das zusammen mit anderen zu erfahren. Dem Kurs lag ein ganz anderer, überraschender Mission-Begriff zugrunde. Es geht darum, in den „Tempelvorhof“ zu gehen, zu den vielen Menschen dort mit ihrer je eigenen Lebensgeschichte. Sie gilt es, mit Gott in Berührung zu bringen.

 

 Schwester Maria Paula, Gemeindereferentin in Pastoralverbund Südlippe-Pyrmont:

„Mission“ bedeutet die Sprengung von Strukturen. „Mission“ bedeutet hinauszugehen ins Weite, ins Leben, in die Fülle.


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