Detail - Zukunftsblick

„Pastoral vernetzt!“ in Neheim

24. September 2015

"Netzwerk der Arbeit mit kranken Menschen in Neheim und Voßwinkel" (Grafik: ZAP, Miriam Zimmer)

Wie in vielen Städten und Dörfern gibt es auch in Neheim viele Einzelpersonen, Initiativen und Einrichtungen, die sich um kranke Menschen kümmern.

Wie in vielen Städten und Dörfern gibt es auch in Neheim viele Einzelpersonen, Initiativen und Einrichtungen, die sich um kranke Menschen kümmern. Aber wissen alle voneinander, die sich in Neheim in diesem Feld engagieren? Stehen sie im Kontakt zueinander, unterstützen sie sich sogar? Gibt es Synergieeffekte, die noch nicht genutzt werden? Mit diesen Fragen beschäftigen sich derzeit die Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist in Neheim und Voßwinkel sowie der Caritas-Verband Arnsberg-Sundern. Mit wissenschaftlicher Unterstützung erheben sie, wer sich in Neheim für das Wohl kranker Menschen einsetzt und vor allem, wie die Beteiligten miteinander vernetzt sind. Das Forschungsprojekt trägt den Titel "Pastoral vernetzt!" und wird vom Zentrum für angewandte Pastoralforschung (ZAP) an der Ruhr-Universität Bochum begleitet.

"Vernetzung ist ein wichtiges Thema für die Pastoral der Zukunft", so Ludger Drebber aus der Hauptabteilung Pastorale Dienste im Erzbischöflichen Generalvikariat. "Unsere Pastoralen Räume sollen ja keine lose Zusammenlegung von Pfarreien sein. Vielmehr leben sie von den vielfältigen Beziehungen der dort lebenden und sich engagierenden Menschen und Einrichtungen - Beziehungen untereinander, aber auch Beziehungen zu nichtkirchlichen Partnern. Vor diesem Hintergrund ist es uns wichtig zu erforschen, wie solche Beziehungsnetzwerke vor Ort funktionieren, wie sie sich bilden, wie man sie fördern kann."

Miriam Zimmer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZAP, hat in der ersten Phase des Projektes mit Menschen, die sich in Neheim um kranke Menschen kümmern, ausführliche Gespräche geführt und sie vor allem danach befragt, mit welchen anderen Akteuren sie dabei in Kontakt stehen. Interviewt wurden nicht nur kirchliche sondern auch kommunale Akteure. Ein Ergebnis der Interviews ist eine Netzwerkgrafik, die deutlich macht, wie stark die verschiedenen Akteuere miteinander vernetzt sind, aber auch, wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. Weitere Projektphasen folgen in den kommenden Monaten.

Erste Früchte des Forschungsprojektes gibt es schon: Mitte September trafen sich Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Träger, die mit der Sorge um kranke Menschen befasst sind, um sich über den derzeitigen Stand der Studie zu informieren. Automatisch kam es dadurch zu einem Erfahrungsaustausch, zu Überlegungen über künftige Kooperationen sowie zu einer Verabredung über weitere Treffen.

Die Forschungsprojekt "Pastoral vernetzt!" ist eins von insgesamt vier Modellprojekten im Kontext des Projektes Bistumsentwicklung und läuft voraussichtlich bis Februar 2017. Ziel des Forschungsprojektes ist es, anhand der in Neheim gewonnenen Erkenntnisse ein konkretes "Tool" (Werkzeug) zur Netzwerkentwicklung zu erstellen, das allen Pastoralen Räumen im Erzbistum sowie allen Bistümern, die mit dem ZAP kooperieren, zur Verfügung gestellt werden kann.

Die weiteren Modellprojekte lauten:

  • Entwicklung der ehrenamtlichen Mitverantwortung
  • Taufberufung als Referenzgröße zukunftsweisender Bistumsentwicklung
  • Projekte lokaler Bistumsentwicklung

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