Detail - Zukunftsblick

Ermutigender Start

06. August 2015

Schwester Gabriele Lüdenbach FCJM (links) und Andrea Keinath (recht) haben die "Praystation" gemeinsam auf die Beine gestellt.

(v.l.) Lisa Peters, Andrea Keinath, Schwester Gabriele Lüdenbach und Barbara Bierbaum-Borgmeier verteilten vor der Gaukirche Gebetszettel und luden zum Gebet ein.

Mit der „Praystation“ beim Liborifest nahm das Projekt „Evangelisierung“ seine Arbeit auf. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Erzbischöflichen Generalvikariats suchten das Gespräch mit den Libori-Besuchern und luden sie zum Gebet in die Gaukirche ein.

Wer beim Bummel über das Libori-Fest am Haupteingang der Gaukirche vorbei kam, sah sich einer im Festtrubel eher unerwarteten Frage gegenüber. "Heute schon gebetet?" konnte man dort auf einem himmelblauen Werbesegel lesen. Die Frage machte auf das neue Angebot der "Praystation" aufmerksam, bei dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Erzbischöflichen Generalvikariats das Gespräch mit den Libori-Besuchern suchten und sie zum Gebet in die Gaukirche einluden.

Zusammen mit einigen kleineren Libori-Aktionen war die "Praystation" auch der Startschuss für das Teilprojekt "Evangelisierung - Lernen aus der Taufberufung zu leben" im Kontext des Projektes Bistumsentwicklung. Andrea Keinath aus dem Erzbischöflichen Generalvikariat leitet das Teilprojekt. Die "Praystation" hat sie zusammen mit Schwester Gabriele Lüdenbach FCJM auf die Beine gestellt, für die künftige Weiterarbeit im Teilprojekt gibt es ein größeres Team.

"Mit der Praystation haben wir uns auf das Experiment Straßenevangelisation eingelassen", so Andrea Keinath. "Wir haben vorbei kommende Festbesucher angesprochen, haben ihnen ein Kärtchen mit einem Gebet geschenkt und sie eingeladen, in der Gaukirche zu beten." Dafür hatte man den Vorraum der Gaukirche in besonderer Weise gestaltet: Mit Stühlen, Kerzen und einer Christus-Ikone waren verschiedene Orte für ein kurzes, persönliches Gebet geschaffen worden. Zudem gab es zahlreiche Hilfen und Erläuterungen für die Formulierung eines Gebets. Im Inneren der Gaukirche bestand außerdem die Möglichkeit zum stillen Gebet und zur eucharistischen Anbetung.

"Die 'Praystation' hat eine große Resonanz ausgelöst", bilanzierte Andrea Keinath nach dem Abschluss der Aktion am Libori-Donnerstag. "Wir haben über 5.000 Gebetskärtchen verschenkt. Viele Menschen waren sehr davon angetan, dass das Erzbistum Paderborn ein solches Angebot macht. Und einige haben sich auch bedankt: 'Danke, das habe ich gebraucht' oder 'Danke, dass ihr für das Gebet werbt' waren zum Beispiel einige Reaktionen auf unser Angebot." Ermutigend sei auch gewesen, dass sich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Generalvikariat entschieden hätten, bei der "Praystation" mitzuwirken.

"Seit das Thema Evangelisierung durch das Zukunftsbild auf der Agenda steht, haben schon viele danach nachgefragt, was damit denn gemeint sei", so Andrea Keinath. "Am Projekt der "Praystation" lässt sich einiges ablesen, was 'Evangelisierung' bedeuten kann. Es geht darum, vor die Tür zu gehen und an den Lebenswegen der Menschen präsent zu sein, den Glauben auf einladende moderne Weise ins Spiel zu bringen, in Dialog zu treten, zuzuhören und sich von Not anrühren zu lassen, Glaubende zu bestärken und Nicht-Glaubenden zu bezeugen, dass Gott ein Herz für alle Menschen hat. Diese Grundbewegung kann je nach Situation in ganz unterschiedlichen Formen zum Ausdruck kommen."

Im Teilprojekt "Evangelisierung" werde es nun künftig darum gehen, ein diözesanes Konzept für das Thema Evangelisierung zu entwerfen, so Andrea Keinath. "Außerdem wollen wir bestehende geistliche Orte stärken sowie neue geistliche Initiativen entwickeln. Unser Zukunftsbild nennt viele Themen, die dabei wohl im Zentrum stehen werden, zum Beispiel das Leben aus der Kraft des Heiligen Geistes, Jüngerschulung, Bibelschulen oder geistliche Teamentwicklung." Außerdem sollen Beauftragte für das Feld der Evangelisierung gewonnen werden, die unter anderem auch in den Pastoralen Räumen tätig werden.

Evangelisierung ist ein Querschnittsthema im Projekt Bistumsentwicklung und kein festgelegtes Programm. Was Evangelisierung in den Pastoralen Räumen, auf Dekanats- oder Bistumsebene bedeutet, wird mit den jeweiligen Akteuren gemeinsam entwickelt. "Wir werden gemeinsam darauf hören, welchen Weg uns der Heilige Geist durch biblische Impulse, durch die Gegebenheiten vor Ort und durch Menschen weist - das ist ein offener Prozess und ein spannendes Experiment für alle Beteiligten", so Andrea Keinath.


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